Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein

Sanktionen werden unterstützt

Seit gut einer Woche herrscht Krieg in Europa. Russland hat die Ukraine überfallen. Seither wird dort heftig gekämpft. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer sind auf der Flucht. Andere haben sich den Verteidigern angeschlossen und kämpfen für ihre Freiheit. „Die Industrie ist erschüttert über die Aggression Russlands. Wir verurteilen den Überfall auf die Ukraine auf das Schärfste. Wir fordern Präsident Putin eindringlich auf, sich an internationales Recht zu halten und die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen. Wir unterstützen alle Entscheidungen und Maßnahmen Deutschlands, der EU und der internationalen Gemeinschaft, auf diesen massiven Bruch des Völkerrechts schnellstmöglich und konsequent zu reagieren. Es muss jetzt alles getan werden, um Menschenleben zu retten. „ So äußerte sich der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, in einer Stellungnahmen zu dem Konflikt.

Innerhalb kürzester Zeit haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie viele weitere Länder massive Wirtschaftsaktionen gegenüber Russland beschlossen und aktiviert. Die deutsche Bundesregierung hat ihre politischen Grundsätze ebenfalls um 180 Grad geändert und unterstützt die Ukraine inzwischen aktiv mit Waffenlieferungen und humanitärer Hilfe. Die Folgen des Krieges und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland haben Auswirkungen auch auf die deutsche Wirtschaft und auf die Bevölkerung. Eine deutliches Zeichen dafür sind die bereits spürbaren Preissteigerungen im Energiesektor, für jedermann ablesbar u.a. an den Preistafeln der Tankstellen. Bundeswirtschaftsminister Christian Lindner hat dies in einer denkwürdigen Sondersitzung des deutschen Bundestages als „den Preis der Freiheit“ bezeichnet.

Die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein haben vor diesem Hintergrund ihre Mitglieder befragt, inwieweit sie von den Maßnahmen gegenüber Russland betroffen sind und ob sie die Sanktionen dennoch unterstützen. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Alle Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte, die sich an der Umfrage beteiligt haben, unterstützen die Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland, obwohl viele auch Geschäftsbeziehungen nach Russland unterhalten haben und nun davon ausgehen müssen, dass diese Geschäftsbeziehungen stark beeinträchtigt werden. Auch die Hilfsbereitschaft für die Bevölkerung in der Ukraine ist groß. Über 60 Prozent planen Hilfsmaßnahmen oder Spendenaktionen.