Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.

Erste vorgezogene Tarifverhandlung in NRW hat stattgefunden

 

Düsseldorf, 05. Februar 2020. Die Tarifparteien der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben sich am Mittwoch in Düsseldorf zur ersten vorgezogenen Tarifverhandlung für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs getroffen. Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, betonte, das Vorziehen der Gespräche zur Tarifrunde 2020 sei Ausdruck des Bemühens beider Seiten, angesichts der schlechten Konjunktur und der großen Herausforderungen des Strukturwandels möglichst schnell tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt mit der IG Metall in NRW in einen konzentrierten, konstruktiven und ergebnisoffenen Verhandlungsprozess einsteigen“, sagte Kirchhoff. Für den 12. und 19. Februar seien weitere Gesprächstermine mit der Gewerkschaft vereinbart worden.

Ziel sei es, tarifliche Rahmenvereinbarungen zu entwickeln, die die Betriebe im Transformationsprozess unterstützten und gleichzeitig der unsicheren und angespannten konjunkturellen Lage gerecht würden. „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Gerade jetzt muss sich Sozialpartnerschaft beweisen“, erklärte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident. Wenn es nun gelinge, diesem Anspruch gerecht zu werden, würden viele Unternehmen neue Instrumente im Rahmen von Kurzarbeit und Transformation nutzen können. Hierfür müssten die Tarifparteien ihnen allerdings echte Alternativen zum Personalabbau aufzeigen. „Es könnte sich lohnen, dieses Angebot der Tarifparteien abzuwarten“, sagte Kirchhoff.

NRW-Metallarbeitgeber zur Aufnahme vorzeitiger Tarifgespräche bereit

Düsseldorf, 30. Januar 2020. Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben der IG Metall NRW ihre Bereitschaft erklärt, vorzeitig in Gespräche zur Lösung der Tarifrunde 2020 für die rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs einzusteigen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Dr. Luitwin Mallmann, sagte am Donnerstag in Düsseldorf, die Arbeitgeber teilten die Einschätzung der IG Metall, dass sich die Unternehmen der Branche mit ihren Beschäftigten in einer außergewöhnlich schwierigen Lage befänden. Deshalb müssten die Tarifparteien versuchen, gemeinsam tarifliche Angebote zu schaffen, die die Unternehmen im Transformationsprozess unterstützten und der konjunkturell angespannten Situation gerecht würden.

Um das zu erreichen, „zählen wir auf einen ergebnisoffenen Verhandlungsprozess, in dessen Verlauf auch die Arbeitgeber eigene Lösungsansätze oder Forderungen einbringen werden“, erklärte Mallmann. Deshalb habe METALL NRW bewusst darauf verzichtet, schon mit der Annahme des Gesprächsangebots eigene Vorstellungen zu übermitteln. „Allerdings erteilt METALL NRW dem Verlangen der IG Metall nach einem Kündigungsverzicht durch den Verband eine klare Absage“, betonte Mallmann. Eine solche Erklärung mit Wirkung für die einzelnen Betriebe könne der Verband schon aus rechtlichen Gründen nicht abgeben.

„Wir brauchen eine Tarifrunde für den Mittelstand“

Düsseldorf, 16. Januar 2020. Mit „Interesse“ haben die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber zur Kenntnis genommen, dass die IG Metall in NRW zunächst noch keine bezifferte Forderungsempfehlung für die anstehende Tarifrunde für die mehr als 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweigs abgegeben hat. Offensichtlich bestehe bei der Gewerkschaft noch Beratungsbedarf. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Dr. Luitwin Mallmann, sagte am Donnerstag in Düsseldorf, Arbeitgeber und Gewerkschaft schätzten die wirtschaftliche Lage im bedeutendsten Industriezweig des Landes offensichtlich gleichermaßen als komplex und schwierig ein.

Auch die jüngst zum Jahreswechsel vorgelegten Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Verbände der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie seien geprägt von einer zunehmenden Unsicherheit in den Unternehmen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Dies gelte sowohl für die durch internationale Handelsstreitigkeiten bedingte Unruhe auf den Weltmärkten als auch für die größtenteils in Deutschland hausgemachten Nachteile für Industriestandorte hierzulande. Im Vordergrund der Tarifrunde 2020 müssten daher Überlegungen für tarifliche Regelungen stehen, die der teilweise besorgniserregenden Lage gerecht werden könnten. „Die Lösungen müssen ebenso einfach wie effizient und dem Mittelstand auf den Leib geschrieben sein“, erklärte Mallmann. Er forderte die IG Metall auf, „mit uns zusammen für die Unternehmen der Branche Perspektiven zu entwickeln“. Den großen Herausforderungen von Transformation und Digitalisierung könnten die Tarifpartner nur gemeinsam begegnen.

Infos: METALL NRW